Inhaltangabe:
1. Die gebratene Flunder Tanz Poem der „tiefen“ Richtung 2. Der kluge Frosch Eine Wiesenfabel 3. Die gebratene Ameise Arbeitsspaß 4. Fritz, der Schweinejunge Eine lehrreiche Geschichte 5. Das Lachen ist verboten 6. Der gläserne Schrecken 7. Wir maken Allens dot! Clownerie 8. Der Weg zur Schlachtbank Rede eines Ochsen 9. Verstiegen... 10. Der lachende Wolf 11. Kuddel-Muddel oder Die vielen Rosinen 12. Das Windspiel Eine Hundsvignette 13. Die Fabrik lebenslustiger Kreaturen Kosmische Existenz-Komödie 14. Die Welt ist ein Kuhstall Eine Kater-Szene 15. Die kosmischen Postillione Eine Marionettentheater-Geschichte 16. Eigensinn Moralische Erzählung
Autor:
Paul Scheerbart geb. 1863 in Danzig, gest. in Berlin 1915, war zeitlebens ein literarischer Einzelgänger. Er zählt mit zu den skurrilsten und seltsamsten Schriftstellern in der an seltsamen und skurrilen Persönlichkeiten nicht gerade armen Literaturszene zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Er studierte zunächst Philosophie und Kunstgeschichte in Leipzig, Halle, München und Wien, bevor er sich als 24jähriger dauerhaft in Berlin niederließ. 1892 gründete er hier den »Verlag deutscher Phantasten«, arbeitete mit bei Herwarth Waldens expressionistischer Zeitschrift „Der Sturm“ und veröffentlichte 1889 seinen ersten Roman „Das Paradies. Die Heimat der Kunst“. Wie dieser verkünden auch seine weiteren Romane schon im Titel, was den Leser erwartet. So zum Beispiel „Ich liebe Dich! Ein Eisenbahnroman mit 66 Intermezzos“ (1897), „Ja…was… möchten wir nicht alles!“ oder „Na Prost!“ (1898), in dem drei Germanisten in einer Schnapsflasche durch das Weltall fliegen und die »seit Schopenhauer trübsinnige Literatur« mit »Na Prost!« kommentieren.Weitere Titel aus dieser Zeit sind „Rakkox der Billionär. Ein Protzenroman“ oder „Immer mutig! Ein phantastischer Nilpferdroman mit 83 merkwürdigen Geschichten“. Viele seiner »Romane« sind von erfrischender Kürze, der Rakkox beispielsweise ist gerade mal 22 Druckseiten lang.Für die damaligen Kritiker galt Scheerbart als Humorist, was er selber so kommentierte: »Aus Wut bin ich sogar Humorist geworden, nicht aus Liebenswürdigkeit.« Doch er war mehr: Als Lyriker nahm er die DADA-Bewegung vorweg, vor allem war er aber ein entschiedener Gegner von jeglichem Militarismus, ein gänzlich unpreußischer Preuße, der in seinen Werken die Stützen des preußischen Staates, Militär und Beamtentum verhöhnte.Mit Beginn des ersten Weltkrieges hörte jedoch für Scheerbart der Humor auf. War er doch noch 1909 in „Die Entwicklung des Luftmilitarismus und die Auflösung der europäischen Land-Heere, Festungen und Seeflotten“ davon überzeugt, daß die Schrecken des Krieges den Menschen die Lust am Kriegsführen endgültig ausgetrieben hätten. Jetzt sah er die völlige Fehleinschätzung dieser frühen Theorie vom »Gleichgewicht des Schreckens«. Ihm blieb nur noch der individuelle Protest gegen Kriegsbegeisterung und Völkermord. Seit Ausbruch des Krieges nahm er, der Epikureer, der nichts so sehr schätzte wie gutes Essen, gute Zigarren und ein gutes Bier, keine Nahrung mehr zu sich. Paul Scheerbart starb 1915 den Hungertod. Sprecher: Andreas Mannkopff
erhielt seine Schauspielausbildung an der Kirchhoffschule. Zuerst wandte er sich jedoch dem Kabarett zu, er spielte u.a. am Düsseldorfer Kom(m)ödchen und an Heidelberger und Berliner Kabarett-Bühnen. Später war er an Berliner Theatern (u.a. Schloßparktheater) und Hamburger Bühnen zu sehen. Seinen ersten Kinofilm drehte er 1968: Das Geständnis eines Mädchens. Mit Klaus Kinski drehte er 1976 Jack the Ripper, danach folgten Filme wie Fabian (1980), Otto- der Film (1985) oder Samba in Mettmann (2004). Bekannt wurde Andreas Mannkopff vor allem aber durch Auftritte in ARD- und ZDF-Serien wie Direktion City, Café Wernicke, Patrick Pacard, Jack Holborn, Oliver Maass oder Die Wicherts von Nebenan. Seit den 1960er Jahren arbeitet er auch als Synchronschauspieler. Er hat seine Stimme u.a. Benny Hill (Die Benny Hill Show), John Candy (Spaceballs; Wer ist Harry Crumb?; Ein Ticket für Zwei) oder Kurt Russel (Elvis) geliehen. In Zeichentrickserien sprach er Lucky Luke oder Garfield.
Musik:
Phon B das sind Harald Schneider (Tenor-, Sopransaxophon, Bassklarinette, Gesang), Kurt Holzkämper (Frettless Bass, Gesang) und Bernd Settelmeyer (Schlagzeug, Percussion, Wavedrum, Talking Drum, Gesang). Die bekannte Musikfachzeitschrift „Jazzpodium“ bescheinigte Phon B: „Für Klangbilder und bruchstückhafte Klangmotive, welche narrative Vorstellungen evozieren, hat das junge Saxophontrio ein Faible…Spielwitz und Ausgelassenheit sorgen für kurzweiligen Musikgenuß.“ Die Musik des Trios reicht von unüberhörbaren stillen Klängen bis hin zu impulsiv dichten Sounds, sie erzählt Geschichten und läßt den Zuhörer unmittelbar daran teilhaben. Ein weites Spektrum an stilistischen Einflüßen verbindet sich dabei mit dem Spiel auf unterschiedlichsten Blas- und Percussions-Instrumenten. So kommen Sousaphon, Bassklarinette, Holzsaxophone, Bariton, Wavedrum, Q-Tron und andere geheimnisvolle Rasseln und Geräte zum Einsatz. Dies, und die Freude am kommunikativen, ideenreichen Zusammenspiel ermöglicht eine eigenständige und jazzinspirierte Musik von außergewöhnlichem Reiz, die sich natürlich auch ganz besonders für Literaturvertonungen eignet.Kontakt zu Kurt Holzkämper: mail@bassmusik.de ***
Haben Sie eine Frage zu diesem Hörbuch oder möchten Sie eine Bestellung absenden, klicken Sie bitte hier auf Alle Titel und dann das betreffende Titelbild. Am Ende dieser Seite finden Sie den Button Eigenschaften & Warenkorb.
© hoerbuchedition words & music Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung durch hoerbuchedition words & music.
powered by rgShops.
