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Hörspiel: Ubu Rex Saxonia

Hörspiel: Ubu Rex Saxonia

Der persönliche Tip auf der hr2 Hörbuchbestenliste Februar 2009!

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Autoren:

Alfred Jarry 

entstammte einer bretonischen Bürgerfamilie. Nach seiner Schulausbildung in Saint-Brieuc, Rennes und am Lycée Henri IV in Paris, bewarb er sich mehrmals (jedoch vergeblich) um Aufnahme an der École normale supérieure. Ein anschließend begonnenes Philologiestudium an der Sorbonne brach er ohne Abschluss ab, um sich fortan im Milieu der Pariser Bohème mit literarischen Produktionen sowie literatur- und theaterkritischen Essays zu verdingen. Im Juni 1896 wurde Jarry von einem Intendanten zum Sekretär am Théâtre de L'Œuvre ernannt und war nun mit Verwaltungsaufgaben, Öffentlichkeitsarbeit und Programmgestaltungsfragen betraut. An diesem Theater wurde bald darauf Jarrys wohl bekanntestes Werk, das grotesk-komische Drama „Ubu Roi“ inszeniert. Alfred Jarry schuf aus der Tradition der derben, unflätigen Possenfiguren des französischen Jahrmarkttheaters seinen „König Ubu“, ein fettes, rülpsendes Monstrum, das fressgierig, feig, hinterhältig sich wie eine Macbeth-Karikatur durch Mord und Gewalttätigkeit zum König macht und eine Schreckensherrschaft errichtet. Die Figur des Père Ubu entstand um 1885 am Gymnasium von Rennes als Schülertravestie auf einen Physiklehrer namens Felix Hébert (Père Ebé, später Père Ubu), der für die Schüler des Gymnasiums „alles Groteske dieser Welt“ verkörperte. Charles Morin, ein Schulfreund Alfred Jarrys, machte Hébert zum Protagonisten einer kurzen Farce für Marionetten mit dem Titel „Les Polonais“. Der uns heute bekannte Text schließlich wurde von Jarry in den 1890er Jahren fertiggestellt und auszugsweise in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht. Premiere hatte das Stück am Theatre de L'Œuvre am 10. Dezember 1896. Es kam, wie es kommen musste: Die Aufführung wurde zum Skandal. Gleich Ubus erstes Wort, wenn er die Bühne betritt, lautet: „Merdre!“, ein verballhorntes „merde“, also: „Schreiße!“. Natürlich konnte damals niemand ahnen, dass Ubus „merdre!“ der Geburtsschrei einer unsterblichen Theaterfigur sein würde und bis ins heutige enthemmten Regietheater hineinwirkt, wo mit diversen Ausscheidungen ja bekanntlich nicht gegeizt wird. Man kann dieses Stück, das Kinder zum Lachen bringt, Erwachsene aber in Angst und Schrecken versetzt, auf vielerlei Art deuten. Ein Fakt erregte jedenfalls ganz besonders die Gemüter: Die Handlung war hemmungslos bei Shakespeare geklaut. Am Tag nach der Premiere wütete die Debatte durch die Presse und die Öffentlichkeit. Absolute Begeisterung und tiefe Ablehnung schäumten sich gegenseitig auf. Die „ubueske“ Hauptperson hat alle macbethschen, falstaffigen und hamletsamen Eigenschaften der Charaktere in sich vereint. Ubu flucht, schreit, köpft, bibbert, betet, stinkt, flieht und rafft. Einerseits ist er hemmungslos korrupt und grausam, andererseits ein wehleidiger Schisser. Vor allem aber vulgär, schmutzig und ungehobelt. Diese konsequente Zuspitzung macht das Stück zu einem Klassiker und Ubu zu einer zeitlosen parabelhaften Figur. Sie zeigt offen, was unter der glatten Oberfläche so manchen Machtmenschens gärt. Die Figur ließ ihren Erfinder, der auch ein origineller Zeichner und Illustrator seines „ubuesken“ Universums war, nicht mehr los. Ubu wurde zum Serientäter. In „Ubu Hahnrei“ nistet sich der verbannte Usurpator im Hause eines Wissenschaftlers ein. In „Ubu in Ketten“ sehen wir ihn zur Abwechslung in der Sklavenrolle, in der er sich nicht weniger selbstgefällig und grob zu behaupten weiß. Der moderne demokratische Untertan als Verkünder einer neuen Freiheit: der freiwilligen Sklaverei. Wie weit sind wir davon entfernt? Alfred Jarry hatte keine Hemmungen, auch die sprachlichen Regeln und Verbindlichkeiten aufzukündigen. Die groteske Sprache seiner Stücke hat ihr Vorbild u.a. in den Romanen von Rabelais. Finanzbeamte mutieren zu „Pfuinanzbeamten“, aus merde wird „merdre“. Wie aus den bereits angeführten Wörtern ersichtlich, ist die graphische und phonische Deformation von Begriffen essentieller Bestandteil von Ubus stark idiosynkratischem Sprachgebrauch. Jarry schmuggelte in die geläufigen Sprachregister Vulgärausdrücke und abstruse Neuschöpfungen wie kleine anarchistische Bömbchen ein, die ihre Wirkung nicht verfehlten. „Erst wenn wir auch die Ruinen zerstören, haben wir alles zerstört“, schrieb Jarry 1900 als Widmung auf die erste Seite seines „Ubu in Ketten“. Aber dazu gab es, wie er meinte, „nur eine Möglichkeit: schöne ordentliche Bauten daraus zu machen“. Zwanzig Jahre vor DADA hatte hier ein Künstler seine Rolle als Ausmister der bürgerlichen Gesellschaft und ihres Theaters formuliert. Alfred Jarry, der eigenbrötlerisch und arm in einer schäbigen Mansardenbude lebte, konnte sein Auskommen mit literarischen Werken und erfolglosen Zeitschriftenprojekten zeitlebens nur mühsam sichern. Exzessiver Alkoholgenuss zerrüttete seine ohnehin schwache Konstitution. Aufgrund der andauernden Nichtbeachtung seiner Werke durch die literarische Öffentlichkeit führte er nun zunehmend ein Außenseiterdasein am Rande des Existenzminimums. Im Bemühen, die Grenze zwischen Realität und Literatur zu verwischen, entwickelte er auffällige Schrullen und Idiosynkrasien (beispielsweise näherte er sich in Sprachduktus und Gebaren seiner Hauptfigur Ubu an) und erging sich in antibürgerlichen Exzessen, wird schließlich zum Sinnbild des eigentlichen Bürgerschrecks.

Alfred Jarry starb anno diaboli 1907 im Alter von 34 Jahren. Er verschied, wie er es prophezeit hatte, präzise am Tag von Allerheiligen, fest davon überzeugt, daß sein Geist „noch in der Verwesung über den Tod hinaus funktioniert“. Mit seiner Figur König Ubu ist auch sein Schöpfer unsterblich geworden. Vergleicht man die Person Ubu mit den monströsen Machthabern der Geschichte des 20. Jahrhunderts, mit diktatorischen Systemen überhaupt, so muss man Alfred Jarry eine geradezu unheimliche visionäre Kraft zusprechen.

 

Peter Eckhart Reichel  

wurde am 27. Juni 1957 in Dresden geboren. Ab 1978 erste literarische Arbeiten (darunter erste Hörspielmanuskripte wie „Ubu Rex Saxonia“ frei nach Alfred Jarry (damals beim DDR-Rundfunk natürlich nicht realisierbar). 1980: Gründung einer freien Theatergruppe „Die jungen Sinnlosen“; Auftritte in Privatwohnungen mit einer Stückfassung von „Ubu Rex Saxonia“ bis zur erzwungenen Auflösung der Gruppe als Folge einer Denunziation durch einen „IM“ des MfS.1981 bis 1985 entstehen mehrere Theaterstücke, Hörspielmanuskripte und weitere Texte, wie „Der Denunziant“, „Auf dem Weg nach Bitterfeld“, „Wem das Stündlein schlägt“ oder „Die Depression hält an“. Alle diese Texte sind in der DDR nicht publizierbar. 1985: 1. Antrag auf Ausreise aus der DDR. Anschließend Tätigkeiten als Friedofsgärtner und Totengräber.Im Frühjahr 1988 Übersiedlung nach Westdeutschland. Es entstehen zw. 1989 bis heute hauptsächlich Hörspiel- und Theatertexte, wie: „Die jungen Sinnlosen“, „Kowalskis große Liebe“, „Der Schnitt“, „Made in Heaven“, „Die Schwanenritter“, „Taxi zu Kleist“, „Selbstbildnis mit auslaufendem Kopf“, „Enquête sur l´amour“, „Im Palast um 4 Uhr früh“, „Die Unheiligen von den Brücken“, „Die Begierde“, „Feinde“ (nach Reinhard Lettau), „Reverso“ (Krimi in 2 Teilen), „Kain und Abel im Chatroom“ und die Theaterstücke „Die dritte Zeit“, „Enquête sur l´amour – Die Gespräche der Surrealisten um André Breton über Sexualität“ und in einer aktualisierten Neufassung „Ubu Rex Saxonia“.1996 produziert der damalige SFB das Hörspiel: „Barclay & Felipe“. Seit 1997 ist Peter Eckhart Reichel Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS). Im gleichen Jahr entstand sein Rundfunkfeature „Kein Goi“ – Kurt Gerron / Der Lebensweg eines vergessenen Unterhaltungskünstlers (Deutschlandradio Köln). 1999/2000: „Nein ernst, als ob das komisch wär“ - Kabarettistisches um Ringelnatz (SR/BR). Seit 2001 arbeitet er auch als freier Hörbuchproduzent und Audioregisseur. Es entstehen u.a. die Hörbücher: „Solo für ein Mannequin von Grieneisen“ – Hommage an Valeska Gert, „Die Entstehungsgeschichte der Dreigroschenoper“, „Der große Munkepunke - Die lyrisch-groteske Welt des Alfred Richard Meyer“ oder „Das fabelhafte Leben der Josephine Baker“. Einige dieser Produktionen wurden für die Hörbuchbestenlisten von hr2 nominiert oder als „Hörbuch des Monats“ durch das Seminar für Allgemeine Rhetorik der Eberhard-Karls-Universität Tübingen ausgezeichnet.

 

Sprecher: 

Hans Teuscher 

wurde 1937 in Dresden geboren. In den Wirren der Nachkriegszeit kam er ins Allgäu, wo er einige Jahre seiner Kindheit verbrachte und auch das erste Mal Theater spielte. Die Eltern, beide Großmütter und Großväter, ein Onkel und ein Großonkel von Hans Teuscher waren Schauspieler. Er selbst begann nach dem Abschluss seiner Ausbildung an der Theaterhochschule Leipzig eine rasche Theaterkarriere. Unter anderem war er Ensemblemitglied der Berliner Volksbühne und des Deutschen Theaters Berlin und als ständiger Gast am Staatsschauspiel Dresden. Teuscher gehörte bald zu den profiliertesten und - durch Hauptrollen in zahlreichen Film und Fernsehfilmen - auch zu den beliebtesten Schauspielern in der DDR. Zwischen 1978 und 1988 wirkte er an über 30 DEFA- und DFF-Produktionen mit. 1988 ging Hans Teuscher in den Westen. Dort folgten Engagements an namhaften Theatern wie den Staatlichen Bühnen Berlin, dem Renaissance-Theater und dem Theater des Westens. Hier, auf der renommierten Musical-Bühne, stellte Teuscher 1993 als Conferencier in Cabaret und 1994 und 1997 als Doolittle in My Fair Lady, 1997 als Lycus in Zustände wie im alten Rom und als Horace Vandergelder in Hello, Dolly seine enorme Vielseitigkeit erneut unter Beweis. Er gastierte auch am Theater Basel 1991-92 als Philipp im Don Carlos, 1993 und 1996 wieder in Dresden am Staatsschauspiel mit Schau heimwärts, Engel und 1999 an der Komödie Dresden mit einer "Bombenrolle" für jeden Komödianten, dem Striese in Raub der Sabinerinnen. Hauptrollen in TV-Serien wie Der Nelkenkönig, Sylter Geschichten, Kids in Berlin und in Fernsehspielen und Tatort-Folgen machten ihn auch im Fernsehen zu einem der beliebtesten und renommiertesten Darsteller. Hans Teuscher gehört außerdem mit zu den beliebtesten Hörspielsprechern des Landes.

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Andreas Mannkopff  

erhielt seine Schauspielausbildung an der Kirchhoffschule. Zuerst wandte er sich jedoch dem Kabarett zu, er spielte u.a. am Düsseldorfer Kom(m)ödchen und an Heidelberger und Berliner Kabarett-Bühnen. Später war er an Berliner Theatern (u.a. Schloßparktheater) und Hamburger Bühnen zu sehen. Seinen ersten Kinofilm drehte er 1968: Das Geständnis eines Mädchens. Mit Klaus Kinski drehte er 1976 Jack the Ripper, danach folgten Filme wie Fabian (1980), Otto- der Film (1985) oder Samba in Mettmann (2004). Bekannt wurde Andreas Mannkopff vor allem aber durch Auftritte in ARD- und ZDF-Serien wie Direktion City, Café Wernicke, Patrick Pacard, Jack Holborn, Oliver Maass oder Die Wicherts von Nebenan. Seit den 1960er Jahren arbeitet er auch als Synchronschauspieler. Er hat seine Stimme u.a. Benny Hill (Die Benny Hill Show), John Candy (Spaceballs; Wer ist Harry Crumb?; Ein Ticket für Zwei) oder Kurt Russel (Elvis) geliehen. In Zeichentrickserien sprach er Lucky Luke oder Garfield.

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Marie Gruber 

wurde 1955 in Wuppertal geboren und lebt heute in Berlin. Von 1979 bis 1982 studierte sie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Ihr erstes Engagement erhielt sie am Theater Anklam unter der künstlerischen Leitung von Frank Castorf. Sie trat außerdem am Friedrichstadtpalast Berlin, an der Bühne "Das Ei", am Staatsschauspiel Dresden, an der Berliner Volksbühne und am "Theater 89" auf. Neben unzähligen Theaterrollen wirkte sie außerdem in erfolgreichen TV- und Kinoproduktionen mit, wie z.B. in beiden Teilen von Go Trabi Go, in Einsteins Baby (1994), Bon soir (1993), Von Fall zu Fall (1993-97), Die Schwiegermutter (2000) und Kubaner küssen besser (2002), Zur Zeit verstorben (2004), Nimm Dir Dein Leben (2005) und Maria am Wasser (2006). Marie Gruber ist zudem eine häufig eingesetzte Synchronsprecherin. In der Krimireihe Polizeiruf 110 spielt sie seit 2000 die Kriminaltechnikerin Rosamunde Weigand. Im Jahr 2005/2006 übernahm sie die Rolle der Frau Meinicke im Film Das Leben der Anderen, welcher als bester ausländischer Film 2007 mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

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Hilmar Eichhorn 

wurde 1954 in Dresden geboren. Mit neun Jahren stand er das erste Mal auf der Bühne. Er absolvierte in Berlin ein Schauspielstudium und brillierte im DEFA-Film Lotte in Weimar als junger Goethe. Anschließend spielte er in Magdeburg, Halle und Leipzig Theater, stand aber auch für Film und Fernsehen vor der Kamera. So spielte er 1979 den Georg Büchner in Lothar Warnekes Kinofilm Addio, piccola mia. Sieben Jahre lang, von 1982-1987, spielte er am Schauspielhaus in Leipzig. Auch durch seine Rolleninterpretation des McMurphy wurde Einer flog übers Kuckucksnest zu einem Dauerbrenner an der Leipziger Bühne. Ein Ausreiseantrag 1987 beendete zunächst seine Bühnenlaufbahn, die er jedoch 1989 am Nürnberger Theater fortsetzen konnte. Der heimatverbundene Sachse kam, nachdem die politischen Umstände sich geänderte hatten, 1992 zurück in den Osten Deutschlands. In Halle an der Saale hat er seine neue Heimat gefunden. Dort gehört Hilmar Eichhorn als Schauspieler und Regisseur zum Ensemble am Neuen Theater. Obwohl er vor allem immer Theaterschauspieler sein möchte, wirkte er in vielen Fernseh- und Filmproduktionen mit, z.B. in Tatort- bzw. Polizeiruf 110-Folgen oder in Die Frau vom Checkpoint Charlie. Freunden des Hörspiels ist seine Stimme aus unzähligen MDR-Produktionen vertraut, wie zum Beispiel der Kriminalkomödie Nackt in Berlin von Gottfried von Einem und Hans Helge Ott (2006).

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Gerd Wameling 

wurde 1948 in Paderborn geboren, er absolvierte seine Schauspielausbildung an der Folkwangschule in Essen. Sein erstes Engagement erhielt er am TAT (Theater am Turm) in Frankfurt am Main. Dort entdeckte ihn Peter Stein und holte ihn 1974 nach Berlin an die Schaubühne, deren renommiertem Ensemble Gerd Wameling fast 20 Jahre lang angehören sollte.
Gerd Wameling fand in der Schaubühne ein Theater, das radikal im Ansatz und in seinem Anspruch war und jenseits jeder Art von Beiläufigkeit. Die Inszenierungen hatten Ereignischarakter, erweckten weltweit Interesse, und dieses Theater wurde eine Zeitlang zur Pilgerstätte aller Theaterbegeisterten und zum Synonym für ein Ensemble einzigartiger Schauspieler.
Um nur wenige Aufführungen der Schaubühnenprojekte zu nennen, in denen Gerd Wameling mitspielte:
Sommergäste (Regie: Peter Stein), Die Wupper (Regie: Luc Bondy), Shakespeares Memory (Regie: Peter Stein), die Botho-Strauß-Stücke Trilogie des Wiedersehens (Regie: Peter Stein), beide Teile von Death, Destruction & Detroit (Regie: Robert Wilson), Amphitryon (Regie: Klaus Michael Grüber), Kirschgarten (Regie: Peter Stein).1992 verlässt Gerd Wameling das Ensemble der Schaubühne und arbeitet seither frei. 1993 und 1994 konnte man ihn bei den Salzburger Festspielen in Coriolan (Regie: Deborah Wamer) und Das Gleichgewicht (Regie: Luc Bondy) erleben.
Einem breiten Publikum ist Gerd Wameling vor allem als Staatsanwalt Dr. Fried aus der SAT l-Serie
Wolffs Revier bekannt. 1993 wurde er mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Unter der Regie erstklassiger Regisseure spielte Gerd Wameling ein weites Spektrum an Rollen, u.a. in den Spielfilmen In weiter Ferne so nah (Regie Wim Wenders), Sexy Sadie (Regie Matthias Glasner), in den ZDF-Krimireihen Bella Block (Regie Max Färberböck) und Sperling (Regie Juraj Herz), in der ZDF-Reihe Frauen morden leichter die Folge Gesammelte Werke (Regie: Thorsten Näter), in der ARD-Reihe Lauter tolle Frauen – Mit 50 küssen Männer anders (Regie: Margarethe von Trotta). Gerd Wameling hat außerdem in vielen Hörspielen für den Rundfunk und in Hörbuchproduktionen mitgewirkt. Seit 1981 unterrichtet Gerd Wameling an der Universität der Künste in Berlin und am Mozarteum in Salzburg. Im Mai 2005 hat ihn die UdK Berlin zum ordentlichen Professor berufen.

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Irm Hermann 

1942 in München geboren, arbeitete zunächst im Verlagswesen. Ihre Schauspielkarriere begann mit der Begegnung R.W. Fassbinders, der sie 1966 zu einem Auftritt in seinem ersten Kurzfilm „Der Stadtstreicher“ überredete. Kurze Zeit später trafen beide auf das Action-Theater, wo Fassbinder das erste Mal inszenierte und Irm Hermann das erste Mal auf der Bühne stand. Von dem Zeitpunkt an war sie fester Bestandteil seines Theater- und Filmschaffens. Sie wirkte in 18 Film- bzw. TV-Produktionen mit. 1975 emanzipierte sie sich aus dieser Beziehung und wechselte von München nach Berlin. Dort wurde sie Ensemblemitglied an der Freien Volksbühne unter der Intendanz von Hans Neuenfels. Es folgten weitere Bühnenjahre am Berliner Ensemble mit Peter Palitzsch. Außerdem spielte sie in mehr als 100 Kino- und Fernsehproduktionen mit: u.a. mit Regisseuren wie Percy Adlon, Ulrike Ottinger, Hans W.Geißendörfer, Vicco von Bülow, H.P. Kerkeling, Christoph Schlingensief, Max Färberböck. In den letzten Jahren gastierte sie u.a.   an der Volksbühne Berlin, am Züricher Schauspielhaus und am Wiener Burgtheater, sowie mit Georg Ringsgwandl am Bayerischen Staatsschauspiel. Irm Hermann wurde für ihr künstlerisches Schaffen mehrfach geehrt: u.a. Bundesfilmpreis für „Händler der vier Jahreszeiten“1972 – R.W. Fassbinder, Bundesfilmpreis für „Fünf letzte Tage“ 1982 – Percy Adlon, Silberner Bär für Ensembleleistung „Paradiso, 7 Tage 7 Frauen“  1999 - Rudolf Thome´ oder mit dem Hörspielpreis des Jahres 2006 und ARD – Hörspielpreis für „Enigma Emmy Göring“ von Werner Fritsch.

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Peter Schneider 

wurde 1975 in Leipzig geboren. Von 1995 bis 1998 absolvierte er ein Musikstudium in den Hauptfächern Klarinette und Saxophon und begann von 1998 bis 2002 ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig, parallel dazu studierte er von 1995 bis 1998 Germanistik und Pädagogik an der Universität Leipzig. Seit 2002 arbeitet er als freiberuflicher Musiker und Schauspieler. Engagements führten ihn an die Oper Chemnitz, ans Staatstheater Schwerin, an das Gerhard-Hauptmann-Theater Zittau, Schauspiel Chemnitz, Theater der jungen Welt Leipzig und seit 2007 auch an das Thalia Theater Halle. Er spielte diverse Rollen in bemerkenswerten Film- und Fernsehproduktionen, so z. B. 2001 für Channel 4 den 6-Teiler Escape from Colditz, Regie: Chris Durlaghler, in Speer und Er von Heinrich Breloer (2004) oder in Heimat 3 von Edgar Reitz. Momentan wirkt er als Schauspieler am Kinofilm Der Baader-Meinhof Komplex unter der Regie von Uli Edel mit. Peter Schneider ist gleichzeitig auch immer wieder als Musiker und Komponist an und für zahlreiche Theateraufführungen tätig.

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Rafael Banasik 

geboren 1977, studierte an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig. Auf der Kinoleinwand war er u. a. in den Filmen Die Apostroph Killer, Torso und 877666 zu sehen. Neben zahlreichen Rollen in Fernsehproduktionen wie Der Kriminalist und Abschnitt 40 wirkte er bereits in mehreren Folgen der Geschichte Mitteldeutschlands mit: Strafe, Recht und Willkür (2000) und Friedrich der Gebissene – Der letzte Staufer (2003).

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Norbert Stöss 

geboren in Dresden, aufgewachsen in Plauen (Vogtland), ausgebildet an der Theaterhochschule Leipzig, dort erste Theaterrollen, während des Studiums der Kinofilm Eine Handvoll Hoffnung unter der Regie von Frank Vogel. Engagement an den Bühnen der Stadt Gera. 1987 nach Stasi-Knast in die BRD. Engagements in Münster, Konstanz, Mainz, Kassel, Lübeck, 2001 am Berliner Ensemble. Zusammenarbeit mit Claus Peymann, Leander Haussmann, Robert Wilson, Hasko Weber, Philip Tiedemann. Seit 2007 auch an der Volksbühne Berlin. Zuammenarbeit mit Frank Castorf, Sebastian Baumgarten u. a. immer wieder auch Film und Fernsehen. Durchgehende Rolle (Egon Lochow) in der 3-mal mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichneten Serie Abschnitt 40. Außerdem Tatort, SOKO Wismar,  GSG9  u.a.

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Peter Donath 

wurde im sächsischen Meißen geboren. Von 1987 bis 1989 studierte er an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig im Fach Schauspiel. 1989 wechselte er zum Schauspielstudio an das Staatsschauspiel nach Dresden. Dort legte er das Diplom im Bereich Schauspiel ab. Sein erstes Engagement begann er 1991 am Schauspiel in Bonn. Danach folgten Engagements an den Theatern in Freiberg, Cottbus, Bautzen, Erfurt, Aachen und am Hans-Otto-Theater in Potsdam. Seit 2004 ist Peter Donath Mitglied am Berliner Ensemble. Dort war und ist er u. a. in Georg Büchners Leonce und Lena (Regie: Robert Wilson), in Brechts Arturo Ui (Regie: Heiner Müller) und Johanna der Schlachthöfe (Regie: Claus Peymann), in Henrik Ibsens Peer Gynt (Regie: Peter Zadek) in William Shakespeares Richard II und in Max Frischs Drama Andorra (jeweils Regie: Claus Peymann) zu sehen. Im Fernsehen spielte er unter anderem im Polizeiruf 110 und in dem 1999 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichneten Fernsehfilm von Frank Beyer Abgehauen sowie 2000 unter Volker Schlöndorff in dem preisgekrönten Film Die Stille nach dem Schuss.

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Christian Gaul 

wurde 1964 in Berlin geboren. Nach dem Abitur besuchte er die Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mozarteum in Salzburg und ist seitdem neben zahlreichen Theaterengagements auch als Sprecher tätig, u.a. für DeutschlandRadio Kultur. Er hat in über 100 Hörspielen, Features (teils fremdsprachig oder mit ausländischen Akzenten) mitgewirkt. Zuletzt Ins Gras gebissen (Hauptrolle mit Andrea Sawatzki) auf norddeutsch. Seit 1993 arbeitet er auch als Synchronsprecher z.Zt. in der Serienhauptrolle von My name is Earl die Rolle des Randy. Christian Gaul spricht fließend Französisch, Englisch, Norwegisch und Spanisch, sowie neben sehr vielen Akzenten und Dialekten, authentisch Wienerdeutsch und Schweizer Hochdeutsch. Er stand 2008 zuletzt mit Helen Mirren in der Produktion The last Station vor der Kamera.

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Klaus Rätsch 

wurde 1942 in Berlin geboren. Seine Ausbildung erhielt er an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Seither hat er zahlreiche Rollen, auch viele Titelrollen, gestaltet. So war er z. B. der alte Faust im Urfaust, (Mecklenburgisches Landestheater Parchim); Nathan in Nathan der Weise (Parchim und Theater Annaberg) und der Geizige in Molieres berühmter Komödie (Theater Schwedt). Am Landestheater Schleswig sah man ihn in Hair I, im Tourneetheater Landgraf in Brechts Galileo Galilei. Doch auch in Film und Fernsehen ist Klaus Rätsch häufig zu sehen. Zu DDR-Zeiten arbeitete er mit bekannten Regisseuren wie Hermann Zschoche und Peter Wekwerth zusammen. Nach der Wiedervereinigung stand er für die ARD in Liebling Kreuzberg und Schloss Einstein vor der Kamera, für das ZDF in Der letzte Zeuge, für RTL in Die Straßen von Berlin und für SAT 1 in Sommer & Bolten.

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Andreas Sparberg 

wurde 1971 in Lübeck geboren, er studierte Musikwissenschaften (M.A.) an der TU Berlin und moderierte seit 1996 über 1000 eigene Sendungen meist zu Themen klassischer Musik im SFB/rbb. Seit 2000 arbeitet er außerdem in seinem Berliner Tonstudio als Sprecher im breiten Spektrum von Werbung bis Hörbuch. Im Fernsehen ist er u.a. regelmäßig in der Anne Will-Sendung zu hören.

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Katharina Spiering 

geboren in Berlin. Nach ihrer Ausbildung an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ ist sie bis heute an verschiedenen Theatern in ganz Deutschland engagiert und war in vielen Rollen von Minna von Barnhelm bis Pippi Langstrumpf zu sehen. Daneben wirkte sie in verschiedenen Film – und Fernsehproduktionen mit, so zum Beispiel in Ein toter Bruder, dem NDR-Tatort Schattenspiele oder der Kinderserie Die Pfefferkörner. Des weiteren fährt sie immer wieder mit verschiedenen Autoren auf Lesereisen durchs Land.

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Olaf Baden 

wurde  in Annaberg-Bucholz geboren. Nach dem Abitur legte er 1977 in Rostock den Grundstein seiner Karriere mit einer Ausbildung zum Rundfunksprecher. Olaf Baden ist bekannt aus Hörfunk und Fernsehen, u.a. als Off-Stimme bei der ARD-Doku-Soap Panda, Gorilla & Co. Geschichten aus dem Berliner Zoo und dem Berliner Tierpark. Seine markante Stimme ist aber auch in etlichen TV-Werbespots zu hören.

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Roland Geiger 

spricht für sich – und andere. Bereits in früher Kindheit entdeckte er sein Talent, die Stimme zu verstellen und machte diese besondere Fähigkeit zu seinem Beruf. Produktionen im lokalen als auch öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Musik-, Hörspiel- sowie Hörbuchproduktionen verlieh er durch seine originalgetreuen Imitationen oftmals das gewisse Extra. So war er u. a. 2006 als Sprecher/Sänger bei der Hörspielproduktion Wuppertal – Das Musical, 2007 als Sprecher im Hörspiel El Diablo und die Rache am Teufelsberg und 2006-2008 bei über 100 Live-Auftritten als Stimmenimitator u.a. in Wuppertal-Das Musical live zu erleben.

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Cyrus Rahbar 

lebt in Berlin und arbeitet als freier Schauspieler. 1971 in Damme geboren und in Wuppertal aufgewachsen, wo er in der freien Theater-Szene spielte, absolvierte er seine Schauspielausbildung an der Freiburger Schauspielschule im E-Werk. Parallel dazu spielte er an den Kammerspielen und machte eine Gesangsausbildung. Nach einem Gastvertrag in Baden-Baden folgten Engagements an der Landesbühne Sachsen-Anhalt und am Theater Heidelberg, sowie Gastspiele u.a. in Potsdam, München, Rottweil, Koblenz und Lahnstein. Er arbeitete mit Regisseuren wie Martin Nimz, Annette Büschelberger und Mario Andersen. Auftritte als Chansonier, Lesungen und verschiedene Rollen bei Film und Fernsehen runden sein Spektrum ab. Mit dieser Produktion gibt er sein Hörspiel-Debüt.

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Norbert Schwarz 

wurde an der Schauspielschule Rostock ausgebildet. Er war Schauspieler an verschiedenen DDR-Theatern, u. a. in Stralsund, Frankfurt/Oder, Staatstheater Schwerin und Dresden. Im Alter von 30 Jahren, und nach politischer Haft, verließ er die DDR und ging nach West-Berlin, wo er bis heute lebt. Er arbeitete als Schauspieler an verschiedenen Theatern, ist in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen (u.a. Tatort, ARD- und ZDF-Fernsehspiele und im internationalen Kinofilm Hitlerjunge Salomon). Es folgte ein Studium an der FU Berlin (Theaterwissenschaft, Germanistik, Publizistik). Seither vorwiegend Arbeiten bei Rundfunkanstalten (Sprecher, Moderator, Autor,  Regisseur) und Sprecher für Fernsehsender. Norbert Schwarz ist festes Mitglied im Sprecherpool von ‚Deutsche Welle – tv’. 2004 gründete er sein eigenes „theater minimal“.

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Maxim Kowalewski 

wurde 1971 in Moskau geboren. Er absolvierte eine Schauspielausbildung am Schauspielseminar in Moskau und an der Hochschule für Musik „Hans-Eisler“ als Diplommusiker. Er arbeitete als Moderator, Sprecher und Redakteur für russische Kultursendungen am Berliner Sender Spreekanal. Seit November 2003 hat er eine eigene Show bei Radio Russki Berlin. Durch seine tiefe Stimmlage wird er natürlich auch sehr gern als Synchronsprecher beschäftigt, bisher war seine markante Stimme in über 100 Produktionen zu hören. Aber auch auf Berliner Theaterbühnen ist Maxim Kowalewski immer mal wieder zu sehen, u. a. am Russisch-Jüdisches Theater, am Acud Theater oder Russisches Kammertheater. Als Filmschauspieler wirkte er u. a. mit in: Tatort - Hart an der Grenze, Regie: Elmar Fischer, SOKO Kitzbühel, Regie: R. Huber, Eine Stadt wird erpresst, Regie: Dominik Graf, The Bourne Supremacy, Regie: Paul Greengrass, My Sweet Home, Regie: F. Tsitos sowie in über 30 weiteren Filmen.

Hörspielmusik: Die Band BABY BONK http://www.babybonk.de/


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